Präsentation: Wilhelm Pevny Gesamtausgabe

Freitag, 6. Dezember 2019, 19:00 Uhr, im ORLANDO Literatur- und Kulturkeller:

Präsentation der Gesamtausgabe: Wilhelm Pevny (Wieser Verlag)

Am Anfang seines breiten literarischen Oeuvres stand für Pevny das Theater (vgl. Band 1 der zwölfbändigen Gesamtausgabe):
„Meine Arbeiten sind meist mehr oder weniger stark mit dem Umfeld verbunden gewesen, in dem ich mich jeweils befand. Hatte ich die ersten drei Theaterstücke (1959-60) als kaum 16-Jähriger noch in der Schule verfasst … so fand ich zu meiner eigentlichen Theaterarbeit erst durch die Bekanntschaft mit Götz Fritsch, der mich im Zuge der Planung eines Cafétheaters nach Pariser Vorbild darin bestärkte, sämtliche Fesseln traditioneller und herkömmlicher Art abzulegen. Ständige Gespräche und Diskussionen im Rahmen der Gründung des Cafétheaters 1966-67 führten mich von meinen jugendlichen Vorbildern Beckett, Joyce und Nestroy zu Antonin Artaud, dem Living Theatre und LaMama hin. Der drängende Wunsch heutiges Theater zu betreiben und uns aus dem Mief der Vergangenheit zu erheben, verband uns junge Menschen damals…“

Wilhelm Pevny, geboren 1944 in Wallersdorf (Niederbayern), 1946 Übersiedlung nach Wien – Studium der Theaterwissenschaft, 1967–69 Sprachlehrer in Paris. Theaterstücke u. a. am Akademietheater, Volkstheater Wien und La Mama, New York. Fürs Fernsehen schrieb er gemeinsam mit Peter Turrini die „Alpensaga“. In Mosambik drehte er 1985 den Film „Safari. Die Reise“. Lebt seit 1989 zurückgezogen in Wien und Retz, arbeitet an Langzeitprojekten. 2014 erhielt er den Literaturpreis der Stadt Wien für sein Lebenswerk.


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