Jérôme Segal: Wie ein roter Faden

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 19:00 Uhr, ORLANDO Literatur- und Kulturkeller:

Jérôme Segal: Wie ein roter Faden: Eine Familie in den Katastrophen des 20. Jahrhunderts (Edition Konturen)

Die Geschichte einer europäischen Familie über vier Generationen hinweg: von den Urgroßeltern in Galizien – heute zwischen Polen und der Ukraine aufgeteilt –, die dank der Erdölfunde zu Reichtum gelangten, über den Großvater im französischen Widerstand und die Eltern, die als engagierte Kommunisten in den 1970er-Jahren den neuen Menschen erschaffen wollten, bis zum Autor selbst, der als Franzose seit 15 Jahren in Wien lebt. Wie ein roter Faden zieht sich der Eigensinn durch die Familiengeschichte: Ablehnung des traditionellen Judentums, Widerstand gegen den Nationalsozialismus, Kampf gegen die wachsende soziale Ungleichheit nach dem Zweiten Weltkrieg, und schließlich das Engagement des Autors selbst gegen Rassismus und Nationalismus.

Jérôme Segal, Jahrgang 1970, Dozent an der Universität Paris Sorbonne (ESPE Paris), schreibt regelmäßig über verschiedene Themen aus Politik und Kultur, zum Beispiel über die extreme Rechte in Österreich, das Kino oder die Lage der Roma in Europa. Der École Centrale-Ingenieur und Doktor der Geschichte hat sieben Jahre in Berlin gelebt und teilt sein Leben heute zwischen Paris und Wien, von wo sein Großvater 1938 fliehen musste.

Segal, Jérôme: Wie ein roter Faden. Eine Familie in den Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Edition Konturen.
200 S.,  Hardcover, € 26.80


zurück
 «